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Meinen Aufenthalt in Melbourne habe ich durch einen kurzen
Flug nach Adelaide, der größten Stadt von
South Australia, unterbrochen. Dort herrscht ein deutlich
heißeres Klima und eine ganz andere Atmosphäre:
Obwohl Adelaide rund eine Million Einwohner hat, fühlt
sich das Stadtzentrum eher wie das einer Kleinstadt an.
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Von Adelaide selbst habe ich gar nicht so viel gesehen:
Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt haben wir
uns einen Mietwagen genommen und sind in die Umgebung gefahren.
In der schönen hügeligen Landschaft wird Wein
angebaut. Weiter im Westen gibt es noch einige Dörfer,
die von deutschen Immigranten gegründet wurden. Auch
dort haben wir einmal kurz vorbeigeschaut, uns vor der
greulichen Zurschaustellung aller möglichen
deutschen Dinge jedoch schnell in die Badeorte südlich
von Adelaide abgesetzt. Die Karte zeigt unsere gesamte
Tour (die orangen Quadrate sind die wesentlichen Orte, die
Ortsnamen werden angezeigt, wenn man mit dem Mauszeiger
darauf zeigt).
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Das Stadtzentrum
von Adelaide besteht im Wesentlichen
aus einigen etwa 5 stöckigen Häuserblocks
europäischen
Stils, es wird umrandet von einem grünen Mantel aus
Parks. Da Adelaide die Haupstadt von South Australia
ist, finden sich hier auch ein relativ großes
Museum und weitere repräsentative
Gebäde. Als echtes architektonisches Juwel habe
ich allerdings das Palmenhaus im Botanischen
Garten empfunden. Es wurde von Gustav Runge konzipiert,
die Teile wurden von J.F. Hoper in Bremen gefertigt, aufgebaut
wurde es hier in Adelaide 1876.
An einigen Straßenzügen
sammeln sich Bars und Restaurants, so dass Jana und ich
anlässlich unseres Wiedersehens hier erst einmal
Seafood essen mussten und uns danach jeder zwei "Fuzzy
Peach" Cocktails in der Bar um die Ecke gegönnt
haben. Ein kulinarisches
Highlight war am nächsten Morgen ein Laden namens
Chocolate Bean,
hier gibt es unter anderem Schokoladensuppe, Schokoladenfondue und
auch Schokoladentortillas...
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Verlässt man
Adelaide in nordöstlicher Richtung, so gelangt man
sehr bald in die Adelaide Hills, eine schöne
Landschaft aus sanften Hügeln, die mit goldgelben
Gräsern bewachsen sind. Hier sind wir ein wenig
mit dem Mietwagen herumgekurvt, haben uns allerdings
nicht bis ins nördlich gelegene Barossa Valley
bemüht, welches eine
der bekanntesten Weingegenden Australiens ist. Uns
hat es mehr in die östliche Richtung gezogen.
Vielleicht muss
man nicht unbedingt die deutsch-stämmigen Orte
Lobethal und Hahndorf hineinfahren, insbesondere Hahndorf
ist unglaublich touristisch und sicher schon sehr lange
nicht mehr authentisch. Wer billige UND hässliche
Souvenirs braucht, könnte hier fündig werden,
das angeblich deutsche Essen dort war irgendwie interessant,
aber nicht wirklich gut:
Durchaus typisch deutsche Zutaten (Sauerkraut, Grünkohl
etc), aber ein ganz anderer Geschmack...
Die Umgebung dieser Orte ist allerdings hübsch, eine
Fahrt durch die Gegend am Cudlee Creek, Mount Torrens
und Kangaroo Creek Reservoir ist den Weg wert.
Und zu guter letzt sind wir von Osten wieder in Richtung
Adelaide gefahren, um das wohl bekannteste
Weingut Australiens zu besuchen: Penfolds.
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Penfolds ist der Hersteller
einiger sehr guter Weine, insbesondere stammt der
Grange aus diesem Hause, wohl der berühmteste
Rotwein Australiens. Grange ist ursprünglich
Penfolds Grange Hermitage "Bin 95" und
besteht i.d.R. aus mehr als 90% Shiraz Trauben und
ein wenig Cabernet. Eine Flasche kann leicht ein paar
Hundert australische Dollar kosten und ältere Jahrgänge
auch ein echtes Vermögen. Es gibt aber einige deutlich
günstigere Alternativen von Penfolds, sehr
gute Shiraz-Weine sind hier einfach zu Hause. Im Osten von
Adelaide liegt die Keimzelle des Penfolds Konzerns, das
alte Weingut Magill Estate. Nach wie vor
wachsen hier auch einige alte Weinstöcke, hier kann
man aber auch sehen, wo und wie Wein hergestellt wird.
Natürlich gibt es hier auch Weinverkostungen, damit
man sich mal durch die verschiedenen Weinarten durchprobieren
kann. Zu unserer Überraschung wurden wir von einem
sehr freundlichen Mitarbeiter von Penfolds einfach
so zum Verkosten eingeladen und auch auf eine Führung durch
die Weinkeller wurden wir mitgenommen (normalerweise kostet
das wohl ein wenig). Sehr nett.
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Auf der nächsten Seite
folgt die Fortsetzung dieser Reise, oder es geht zurück zum Abschnitt über
Melbourne.
Oder aber nach oben zum Überblick.
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Literatur:
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Australien. Anne Dehne. Stefan Loose Verlag, Berlin, 2001.
ISBN: 3-922025-58-7.
Australia Road Atlas. Lonely Planet Publications Pty Ltd,
Footscray, Victoria, Australia, August 2000.
ISBN: 1-86450-065-4.
Cycling Australia. Lonely Plane Publications Pty Ltd,
Footscray, Victoria, Australia, April 2001.
ISBN: 1-86450-166-9.
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Anregungen, Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.
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