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Sydney ist natürlich das Ziel der meisten
Australien-Reisenden. Eine Metropole mit mehr als 4 Mio Einwohnern,
wunderschön gelegen an einer riesigen Bucht, und
die weltbekannte Oper, das ist Sydney. Ich habe fast eine
Woche in Sydney verbracht, was einerseits viel zu kurz ist,
andererseits ausreicht, um einen kleinen Einblick in die
Stadt zu gewinnen. Dabei sollte man nicht nur das
Stadtzentrum durchkreuzen, sondern auch mal die weitere
Umgebung besuchen: Die südlichen Strände (am
bekanntesten natürlich Bondi-Beach) sind sehr
pittoresk und der South-Head, die südliche Begrenzung
der Bucht von Sydney, bietet einen sehr schönen
Blick auf die Stadt. Ebenfalls sehenswert, aber vielleicht
nicht so unglaublich, wie immer angepriesen, ist der
Blue Mountains Nationalpark 70km westlich von Sydney.
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 Ich bin im
Viertel Kings Cross untergekommen, also ein Stück
östlich des Stadtzentrums, eine Gegend voller
Leben mit vielen Hostels, aber auch mit Rotlichtmilieu
und dunkleren Gestalten. Von hier kann man jedoch
durchaus noch zu Fuß ins Stadtzentrum marschieren,
ein guter Ausgangspunkt also. Auf dem Weg gelangt man
dabei zunächst in den riesigen botanischen Garten,
der sich an der Bucht entlangzieht und einen herrlichen
Blick auf die weltberühmte Oper freigibt, die wie
auf dem Präsentierteller auf einer Landzunge in der
Bucht liegt. Hier auf der großen Wiese des Gartens
lässt sich wunderbar Picknicken, etwas Sushi
mitgebracht und beim besten Blick der Stadt etwas
Sonne tanken. Hochzeiten finden ebenfalls gerne auf
dieser Wiese statt, wer kann bei dieser Aussicht schon
Nein sagen?
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 Sydneys Oper ist sicherlich
das bekannteste Gebäude Australiens und wirklich ein sehr
gelungenes Stück Architektur. Schöpfer dieses Werks
ist der Dänen Jørn Utzon, der die internationale Ausschreibung
1957 gewann. Gebaut wurde bis 1973 an dem Gebäude, dessen
schöne Sonnensegel malerisch in den Himmel ragen. Gemeinsam mit
der nahegelegenen Harbour Bridge bildet die Oper den optischen
Fokus der Stadt.
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 Die Harbour Bridge
wurde 1932 fetriggestellt und ist wohl immer noch die
größte Stahlbogenbrücke der Welt (aber nicht
die längste). 53000 Tonnen Stahl wurde hier verarbeitet,
sechs Millionen Nieten halten das ganze zusammen. Eine Attraktion
ist der zugegebenermaßen teure Bridgeclimb, man kann
auf den Brückenbogen hinaufsteigen und von dort wohl
die beste Aussicht auf Sydney genießen. Das ganze
geht i.d.R. mit Voranmeldung, dann muss man sich in einen
Overall stecken lassen und darf garantiert keinen Gegenstand
mitnehmen (leider auch keine Kameras, man könnte ja
etwas von oben auf die Fahrbahnen
der Brücke fallen lassen). Während des ganzen
Spaziergangs ist man permanent durch einen sehr trickreichen
Mechanismus an einem Drahtseil angeseilt, das den gesamten
Weg wie eine Reeling entlangläuft. Angst kommt auf dem
Weg nach oben auch nicht
wirklich auf: Es ist hier sicher weniger risikoreich als irgendwo
in der Stadt die Straße zu überqueren. Aber dort
oben zu stehen ist wirklich ein Erlebnis.
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  Ansonsten hat Sydney
natürlich auch noch andere schöne Seiten. Darling Harbour
ist der umgestaltete Hafenbereich, der nun Hotels, Museen,
das Sydney Aquarium und diverse weitere Attraktionen beinhaltet,
eine Hochbahn fährt direkt mittendurch. Ebenfalls
sehenswert ist The Rocks, das Viertel, in dem
auch die Harbour Bridge beginnt. Hier stehen noch einige alte
Gebäude und hier findet auch ein sehr schöner
Markt statt. Ich habe auch einige Zeit in Kings Cross
verbracht, der Stadtteil ist sehr lebendig und nicht so
touristisch.
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  Unbedingt ansehen
sollte man sich auch die Küste südlich der Bucht
von Sydney. Ich bin zunächst nach Bronte Beach geradelt
und von dort immer der Küste entlang bis zum South Head
gefahren. Hier kommt man auch am berühmten Bondi Beach
vorbei, es gibt auch das eine oder andere alte Light House
zu sehen und immer wieder kann man schöne Blicke auf
die Steilküste und das Meer erhaschen. Am Bondi Beach
war gerade Sculpture at the Sea, eine Kunstausstellung
entlang der Felsen, wo sehr moderne Werke gezeigt werden, die
z.T. sehr schön Bezug nehmen auf den Ozean und die
Felsen. Leider hatte ich sehr wechselhaftes Wetter, so dass ich
sehr angenehm überrascht war, am South Head den schönsten
Sonnenuntergang meiner Australien-Reise zu erleben. Von hier kann
man über die Bucht auf Sydney im Sonnenuntergang schauen!
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  Wer nicht nur
die Stadt ansehen möchte, der sollte ganz sicher
einmal einen Abstecher in die Blue Mountains
machen, einem Nationalpark ca. 70km westlich der Stadt.
Die Berge bildeten lange Zeit eine unüberwindliche
Barriere für die Besiedlung des Westens, bis einige
findige Wegsucher einen Weg nicht durch die Täler des
Gebirges probierten, sondern über das Gebirgsplateau.
Wer in den Blue Mountains unterwegs ist, bekommt dies
immer noch zu spüren: Die Straßen laufen oben auf
den Bergrücken, wenn man in die Natur wandern will,
muss man erst einmal steil den Hang hinunter steigen, um
auf dem Rückweg wieder mühsam hinaufzukraxeln.
Dafür bekommt man hier wirklich sehr schöne
Blicke in die Landschaft geboten.
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Auf der nächsten Seite
folgt die Fortsetzung dieser Reise, oder es geht zurück zum Abschnitt über
Brisbane.
Oder aber nach oben zum Überblick.
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Literatur:
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Australien. Anne Dehne. Stefan Loose Verlag, Berlin, 2001.
ISBN: 3-922025-58-7.
Australia Road Atlas. Lonely Planet Publications Pty Ltd,
Footscray, Victoria, Australia, August 2000.
ISBN: 1-86450-065-4.
Cycling Australia. Lonely Plane Publications Pty Ltd,
Footscray, Victoria, Australia, April 2001.
ISBN: 1-86450-166-9.
Weitere Literaturverweise und Links gibt es in den
Seiten zu den einzelnen Orten, die im Text verlinkt sind.
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Anregungen, Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.
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