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Brisbane ist die Hauptstadt
von Queensland und die einzige Millionenstadt hier
im Norden. Das Zentrum der Stadt liegt nicht am
Meer, sondern weiter im Landesinnern, schmiegt sich
jedoch genau in eine Kurve des Brisbane River.
Am Ufer liegen sowohl der botanische Garten als
auch die sehenswerten Southbank Parklands, eine
Mischung aus Park, Freibad, Museumsmeile und
Restaurantviertel. Genauso sehenswert sind allerdings
auch die Roma Street Parklands direkt am Bahnhof oder
etwas weiter draußen Mount Coot-tha. Bei diesem Hügel
gibt es einen zweiten, sehr guten botanischen Garten
mit Blick auf die Skyline von Brisbane, ebenso kann man
von hier durch die umliegenden Wälder wandern.
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 In Brisbane
habe ich einige Tage verbracht, die erste australische
Großstadt, die ich zu Gesicht bekomme. Alles in
Allem wirkt Brisbane recht amerikanisch: Das Zentrum
mit seinen Hochhäusern, die direkt an den Brisbane
River grenzen, der Busbahnhof mit seinen Terminals (ich
steige im zweiten Stock aus und muß mit meinem Fahrrad
erst den Weg nach unten suchen),
die breiten Straßen einer Auto-dominierten Stadt.
Nach meiner Ankunft am späten Abend muss ich noch
eine Unterkunft suchen, etwas stressig und nicht ganz
billig, und insbesondere nicht wirklich schön.
Egal, ist ja nur für ein paar Nächte.
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 Der Stadtkern
von Brisbane hat allerdings auch einiges nettes zu
bieten: Schöne Plätze, geziert von modernen
Brunnen, einige alte Gebäude, die in wirkungsvollem
Kontrast zu den modernen Hochhäusern stehen, und
einen botanischen Garten mitten in der Stadt. Von dort
kann man am mangrovenbewachsenen Flussufer entlang bis
ins Zentrum wandern. Sehenswert ist vielleicht auch das
kleine Chinatown. Nicht versäumen sollte man einen
Spaziergang über die Story Bridge zum Kangaroo Point.
Auf dieser Seite des Brisbane Rivers lassen sich oft
einige Goannas blicken, an den Felsen kann man
sich selbst nachts (bei Beleuchtung) im Freeclimbing
versuchen.
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 Brisbane
hat erst sehr spät festgestellt, dass so ein
Fluss mitten durch die City eigentlich auch sehr
schöne Seiten haben kann. Dieser Erkenntnis
folgte dann auch die Gestaltung der Southbank Parklands
auf der Südseite des Flusses, gegenüber
vom Zentrum. Hier gibt es nun eine schöne
Badelagune unter Palmen, etliche Restaurants und
eine schöne Meile zum Promenieren. Der Weg
ist gesäumt von den sehr dynamischen Bögen
des Energex Arbour, am westlichen Ende befinden sich
die Art Gallery und das Queensland Museum. Den
östlichen Abschluss der Parklands bildet die
Goodwill Bridge, eine schöne, schlanke
Fußgängerbrücke.
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 Recht versteckt
hinter dem Bahnhof liegt noch ein weiterer schöner
Park, die Roma Street Parklands. Hier fließt ein
kleiner Fluss durch die üppige Vegetation, in der
an einigen Stellen schöne Skulpturen von Rhyl Hinwood
zu finden sind. Diese stellen i.d.R. Pflanzenmotive
dar, jeweils aufgelockert mit einer (zumeist tierischen)
Überaschung.
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  Wem es so geht
wie mir, der hat nach recht kurzer Zeit schon die Stadt
ein wenig satt. So zog es mich sehr bald zu einem
sehr lohnenswerten Ausflugsziel im Westen der Stadt: Mount
Coot-tha. Dieser große, bewaldete Hügel ist
nicht nur die Heimat einiger Radiosender, sondern es
ist der Zugang zu einem schönen Wander- und
Erholungsgebiet. Ich bin mit dem Fahrrad heraufgeradelt,
eine schöne Rundstrecke führt durch die
Landschaft. Das absolute Highlight ist jedoch nicht
die Aussichtsplattform auf dem Gipfel (die oftmals
von Scharen von Touristen wahrhaft heimgesucht wird),
sondern der botanische Garten. Von hier hat man einen
schönen Blick auf die Skyline von Brisbane.
Und der botanische Garten hat einiges zu bieten:
Das formvollendete Bonsai Haus zeigt einige Prachtexemplare,
genauso beeindruckend auch das Farnhaus, in dem sich unter
einem hellen Sonnendach sehr malerisch arrangierte
Farne und einige Epiphyten heimisch fühlen.
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 Ebenso
wohl fühlen sich hier aber auch einige Goannas,
die doch recht unvermittelt auf den Wegen herumlungern.
Allgemein gibt es hier einige Reptilien zu sehen,
insbesondere die auffällig gelb-schwarz gemusterten
gelben Wasserdrachen. An jeder Wegbiegung werden
die Besucher aus den starren Augen der schuppigen
Gesellen beobachtet, so viele Reptilien auf einem
Haufen habe ich während meiner ganzen Australien-Reise
nicht mehr gesehen. Sehenswert ist &uumml;brigens auch
der Friedhof gegenüber dem botanischen Garten.
Insbesondere zeigen die über die Hügel verteilten
Gräber die ganze Kulturvielfalt der australischen
Einwanderer.
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Auf der nächsten Seite
folgt die Fortsetzung dieser Reise, oder es geht zurück zum Abschnitt über
Fraser Island.
Oder aber nach oben zum Überblick.
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Literatur:
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Australien. Anne Dehne. Stefan Loose Verlag, Berlin, 2001.
ISBN: 3-922025-58-7.
Australia Road Atlas. Lonely Planet Publications Pty Ltd,
Footscray, Victoria, Australia, August 2000.
ISBN: 1-86450-065-4.
Cycling Australia. Lonely Plane Publications Pty Ltd,
Footscray, Victoria, Australia, April 2001.
ISBN: 1-86450-166-9.
Weitere Literaturverweise und Links gibt es in den
Seiten zu den einzelnen Orten, die im Text verlinkt sind.
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Anregungen, Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.
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