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Nachdem
ich Jana bereits
zufällig im Bus in Townsville getroffen hatte, sind wir gemeinsam
nach Airlie Beach gefahren, dem Ausgangspunkt aller Touren auf die
Whitsunday Islands. Airlie Beach ist eine reine Touristenmeile
(Stadt kann man nicht wirklich sagen), viele Cafés und
Restaurants an der Esplanade, ergänzt durch einige Hostels
und Reisebüros. Wir sind im Club Whitsunday untergekommen,
der Name ist etwas merkwürdig, es ist ein ganz normales
Hostel. Immerhin ist es kein Party-Hostel, hier ist es
abends ruhig und morgens gibt es ein nettes Frühstück.
Dafür waren die Betten relativ abbruchreif. Da wir
erst abends angekommen sind, haben wir nur noch unseren
Segeltörn bezahlt, haben eingecheckt und waren Fisch
essen (was ziemlich gut war).
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Und am nächsten Morgen geht es los:
Per Bus geht es nach Shute Harbour, dem Fährhafen zu den
Whitsundays, wo wir jedoch keine Fähre, sondern ein
sehr schönes Segelboot besteigen: Die Hammer, eine
hellblaue Maxi, ein richtiges Rennboot. Das gute Stück
hat in seinem vorigen Leben fünfmal das Rennen
Sydney - Hobart gewonnen, nun blickt es gemächlicheren
Fahrten entgegen. Unsere Crew besteht aus Jonny, dem Skipper,
seiner Freundin Cara, dem Bordkoch Damian und Crissie,
dem Mann für alle Fälle. Wir segeln nun
die nächsten drei Tage
zwischen den Whitsundays herum, insgesamt wird es wohl eine
Standardroute: An Whitsunday Island entlang nach Norden, durch
die Hook Passage auf die Ostseite der Insel, dort wieder
hinunter zum Whitehaven Beach. Danach wird die Umrundung
von Whitsunday Island abgeschlossen und es geht zurück
nach Shute Harbour. Die Karte zeigt unsere Route (die orangen
Quadrate sind die wesentlichen Orte, die Ortsnamen werden
angezeigt, wenn man mit dem Mauszeiger darauf zeigt).
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  Und an Bord
haben wir dann auch gleich volles Programm. Wir dürfen
zwar leider nur wenig beim Segeln helfen (auch ich
darf nicht wirklich mit zupacken, obwohl ich einen Segelschein
habe), aber uns wird noch ein Tauchgang angeboten.
Und das sogar für jene Leute, die noch keinen
Tauchschein haben. Also entschließe auch ich
mich, die 75 Dollar zu investieren, um wenigstens
einmal im Great Barrier Reef mit Ausrüstung zu
tauchen. Zunächst gibt's Erklärungen, während
wir Kurs nach Norden auf Hook Island nehmen. Als wir
vor der Küste ankommen, geht's hinüber zu
einer Tauchplattform, wo ein paar Tauchlehrer diverse
Boote bereits verarzten: Gerät anlegen, hinein
ins Vergnügen, auftauchen, ablegen, der Nächste
bitte. Anyways, nach einer Weile Wartezeit komme auch
ich an die Reihe. Leider werden die Anfänger
sozusagen an der Hand durch's Riff geführt, so
richtig freies Tauchen hätte ich ja lieber mal
probiert. Andererseits kann man so ohne Tauchschein
und nach 5 Minuten Atem- und Schwimmanweisung einfach
mal das Riff sehen. Sehr schön. Mir fällt nur
wieder auf, wie farblos das Riff ist, wenn man es nicht
mit Kunstlicht anleuchtet. Alles ist eher blau in
blau. Nach diesem Erlebnis geht's weiter mit dem Segeln.
Leider haben wir einen Motorschaden, ein Keilriemen ist
gerissen, so dass wir nicht ganz so können, wie
geplant. Wir verbringen also die Nacht im ruhigen
Wasser der Hook Passage, badend, lesend, Wein trinkend,
ein schöner Abend.
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Der nächste
Tag läuft nicht so ganz nach Plan, der neue
Keilriemen kommt nicht sehr zeitig, und auch mit dem
guten Stück geht es nicht so recht los (es
gab ja wohl auch einen Grund, warum der alte Keilriemen
gerissen ist, und der muss auch noch behoben werden).
Also verbringen Jonny und Cara den Tag abwechselnd im
Motorraum, während wir nur wenig segelnd vorankommen.
Crissie fährt uns an den schönsten Stellen
mit dem Schlauchboot umher, so können wir an einer
Stelle schnorcheln, wo der Sandstrand direkt ins Korallenriff
übergeht. Hier ist Schnorcheln wirklich prima, ohne
das ganze Tauchgerät kann man trotzdem unglaublich
viel sehen. Wir entdecken sogar eine Meeresschildkröte,
der wir eine Weile folgen: Was für eine elegante
Fortbewegung diese Tiere unter Wasser an den Tag legen!
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 Und auf
der Ostseite von Whitsunday Island erreichen wir dann
die größte Attraktion der Reise: Whitehaven
Beach. Ein sagenhaft weißer Sandstrand liegt
vor uns, hellblaues Meer, strahlender Sonnenschein,
da kommt Karibik-Feeling auf. Wir werden an Land abgesetzt und
wandern im Sand umher, faulenzen, machen eine kleine
Exkursion in den Eukalyptuswald, der direkt hinter dem
Strand beginnt. Hier gelangt man auf einen Lookout, von
dem man weit auf's Meer schauen kann. Auf dem Rückweg
läuft uns dann noch ein Goulds Goanna über den
Weg (im wahrsten Sinne des Wortes), eine etwa 1.50m lange
Echse. Das gute Tier beobachtet uns ein wenig argwöhnisch,
bevor es den Weg überquert und verschwindet dann
zügig zwischen den Bäumen. Zurück am Strand
mache ich mich noch erfolgreich auf die Suche nach Krebsen,
die sich zwischen den Felsen hier verstecken. Und dann geht's
zurück an Bord der Hammer.
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 Der Rest des Tages
ist schnell vorbei, immerhin scheint der Motor wieder
fit zu sein, aber wir machen nur noch einen ruhigen Ausklang
an der Seite eines anderen Bootes unseres Veranstalters.
Am nächsten Morgen geht es dann auch mal wieder unter
Segeln auf der Südseite von Whitsunday Island
entlang, Richtung Festland. Hier kann man noch ein
paar herrliche Ausblicke auf die Unmenge kleiner
Inseln werfen (eine davon ist tatsächlich geformt
wie ein Affenkopf im Profil), bei bestem Wetter beenden
wir unseren Segeltörn. Im Hafen müssen wir
noch das Merchandising unseres Veranstalters über
uns ergehen lassen (wobei es immerhin wirklich schöne
Shirts zu kaufen gibt), dann geht es zurück nach
Airlie Beach.
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Den nächsten Tag schlagen wir
dann halbwegs am Strand von Airlie Beach tot, unser
Bus in Richtung Süden geht erst abends um 20:00 Uhr.
In aller Ruhe wird erst gefrühstückt,
dann noch ein wenig eingekauft, und die ganze Promenade
von Airlie Beach inspiziert. Nach einem faulen Tag
laden wir unser Gepäck in den Bus und verbringen
die Nacht auf der Fahrt nach Hervey Bay, wo eine
Geländewagentour auf Fraser Island auf uns
wartet.
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Auf der nächsten Seite
folgt die Fortsetzung dieser Reise, oder es geht zurück zum Abschnitt über Townsville.
Oder aber nach oben zum Überblick.
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Literatur:
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Australien. Anne Dehne. Stefan Loose Verlag, Berlin, 2001.
ISBN: 3-922025-58-7.
Australia Road Atlas. Lonely Planet Publications Pty Ltd,
Footscray, Victoria, Australia, August 2000.
ISBN: 1-86450-065-4.
Cycling Australia. Lonely Plane Publications Pty Ltd,
Footscray, Victoria, Australia, April 2001.
ISBN: 1-86450-166-9.
Weitere Literaturverweise und Links gibt es in den
Seiten zu den einzelnen Orten, die im Text verlinkt sind.
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Anregungen, Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.
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