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Dies ist der alphabetische Index aller Begriffserklärungen,
die zur Architektur und Baustilkunde in den Texten erwähnt sind.
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| Einträge A bis E
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- Basilika:
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Ursprünglich Königshalle (wohl
nach der Halle des Archon Basileus in Athen),
Konstruktion eines großen Hauptschiffes, das
an den Längsseiten von jeweils einem oder
mehreren niedrigeren Seitenschiffen ergänzt
wird. Von den Römern zunächst als
Mehrzweckhallen gebaut (Markthalle und Gerichtssaal),
später von den Christen als Grundform der
romanischen Kirchen übernommen. Lichteinfall
durch Obergaden an den Längsseiten des Hauptschiffes,
oberhalb der Seitenschiffe. In der Romanik richten sich
die Maße nach dem gebundenen System,
d.h. die Breite der Hauptschiffsjoche ist ein ganzes
Vielfaches der Seitenschiffsjoche (i.d.R. doppelte oder
dreifache Breite), so daß alle Längen aus
den Abmessungen der Vierung gewonnen werden können.
Die Basilika wird im Laufe der Jahrhunderte zunehmend
ergänzt, z.B. durch Chor, Türme und
Westwerk. Im späten Mittelalter wird die
Bauform der Basilika durch die Hallenkirche
abgelöst.
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- ELSA (Evangelisten-Symbole):
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Abkürzung für die vier Evangelistensymbole
Engel, Löwe, Stier, Adler.
Die vier Evangelisten werden im Mittelalter vielfach durch
ihnen zugeordnete Symbole dargestellt. Hier die einzelnen
Symbole, die ihnen zugeordneten Evangelisten und eine
exemplarische Abbildung dazu:
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Engel: Matthäus. |
Löwe: Markus. |
Stier: Lukas. |
Adler: Johannes. |
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| Einträge F bis J
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- Fiale:
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Kleine Ziertürmchen ohne Funktion, vorwiegend an Strebepfeilern
oder auf Türgiebeln. Gotisch.
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| Einträge K bis O
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- Lettner:
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Eine Trennwand zwischen dem Hauptschiff, in dem
die Gemeinde dem Gottesdienst beiwohnte, und dem
Chor, der den Klerikern vorbehalten war. Lettner
waren seit dem 13. Jahrhundert üblich. Der
Lettner hatte einen oder mehrere Durchgänge,
verwehrte aber den freien Blick in den Chor.
Lettner waren nach der neuen Liturgie (im wesentlichen
durch die Reformation) nicht mehr zeitgemäß,
da sie den Blick auf das Meßopfer verstellten.
Daher wurden die meisten seit dem Ende des Mittelalters
zerstört.
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Schleswig: |
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| Einträge P bis T
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- Stützenwechsel:
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Die Pfeiler einer Basilika wurden oftmals
unterschiedlich
gestaltet, um den strengen Eindruck der schlichten
Architektur aufzulockern. Gewöhnlich sie die
Pfeiler der großen Joche des Hauptschiffs
anders gestaltet, als die zu den Nebenschiffsjochen
gehörigen. Ergeben jeweils zwei Joche des Nebenschiffs
die Länge eines Hauptschiffsjoches, so ergibt sich
eine stets alternierende Abfolge. Kommen jeweils
drei Nebenschiffsjoche auf ein Großes, so folgen
auf jeden Haupschiffspfeiler zwei des Nebenschiffes,
die i.d.R. etwas zierlicher gehalten sind. Diese Abfolge
zeigt z.B. St. Michael in Hildesheim (siehe auch Bild links).
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| Einträge U bis Z
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- Westwerk:
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Ist der Raum einer Kirche gewöhnlich auf
den Altar im Osten hin ausgerichtet, so entwickelt
sich zunächst im karolingischen Zeitalter
ein Vorbau der Kirche im Westen. Dieser wird als
Westwerk bezeichnet und beherbergte häufig
die Taufkapelle. Das Obergeschoß bot
vermutlich den Raum für die Herrscher und
ihr Gefolge, so daß die immer stärkere
bauliche Dominanz des Westwerks auch ein Zeichen
der zunehmenden weltlichen Macht der mittelalterlichen
Kaiser verkörpert. Seit dem Hochmittelalter ist
es gewöhnlich der Westteil, der die Kirchtürme
aufnimmt.
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Anregungen, Lob & Kritik nehme ich gerne entgegen.
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