|
|
|
|
|
New York, New York, die Stadt der Millionen, der
Wolkenkratzer, der Immigration nach Amerika. Wohl die
bekannteste Stadt der Welt und auf jeden Fall eine
Reise wert. Auch wenn man kein Freund von Wolkenkratzern
ist, New York hat etwas. Und selbst die Wolkenkratzer
hier beginnen, einen Hauch von Geschichte auszustrahlen,
entstammen doch einige von ihnen bereits dem frühen
20.en Jahrhundert.
|
| |
|
| |
| |
St. John the Divine:
|
| |
|
Ziemlich weit
im Norden des Zentrums, in der Nähe der Columbia
University, steht die Kirche "St. John the Divine".
Es muß natürlich die größte
gotische Kirche der Welt werden, sonst wären wir
ja nicht in New York. Doch ist St. John trotzdem sehr sehenswert.
Zum Einen ist St. John nach wie vor nicht fertiggestellt,
sie befindet sich noch im Bau. Dies hat den Vorteil,
daß man hier Kunstwerke aus neuester Zeit an
den Fassaden finden kann. Es gibt immer noch eine
Dombauhütte, die gemeinsam mit jungen Künstlern aus
den Kunsthochschulen die Ausstattung der Kirche erweitert.
Zum anderen ist St. John eine Kirche, die bereits in der
Planung angepaßt wurde an die heutigen Erfordernisse
einer lebendigen Kirche. So befinden sich im Kellergeschoß
keine riesigen Grüfte, sondern eine Sporthalle und ein
Konferenzsaal.
|
| |
|
Das Hauptportal
von St. John sieht auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich
aus für eine gotische Kirche. Bei näherem Hinsehen
kann man jedoch feststellen, daß diese Kirche wirklich
brandneu ist. Die Konsolen, auf denen hagere Figuren
stehen, zeigen das moderne New York. Stark verzerrte
perspektivische Darstellungen von Wolkenkratzern, ein
fließender Übergang von Relief zur Vollplastik,
herabstürzende Busse und Großstadtalltag
sind hier Kennzeichen der Moderne, jedoch verewigt in Stein.
|
| |
|
Im Inneren von
St. John befindet sich eine besonders schön gestaltete
Kapelle, die in ihrer reinen gotischen Gestaltung
ihresgleichen sucht. Beim obligatorischen Kirchenshop
gibt es ein Modell der Kathedrale zu bewundern. Es gibt
einen Plan der Kathedrale mit all ihren Kellerräumen,
und Beschreibungen der modernen Konzepte dieser Kirche.
Und es gibt einige Vitrinen, in denen jüngste
Arbeiten von Künstlern ausgestellt werden, die noch
nicht den Weg an die Fassade der Kirche gefunden haben.
Hier wird auch die Arbeit der Dombauhütte und ihrer
Bildhauer beschrieben.
|
| |
|
| |
| |
Rockefeller Center:
|
| |
|
Der Name
Rockefeller ist natürlich auch in New York
allgegenwärtig. Nicht zuletzt deswegen, weil hier
das Rockefeller Center steht, ein riesiger Komplex aus
mehreren Hochhäusern, die im Art-Deco-Stil gehalten
sind. In der Mitte steht das GE-Gebäude (GE =
General Electrics), der
höchste der Türme, in dem sich weit oben
der Rainbow Room, eine Bar mit herrlichem Ausblick
über die nächtliche Stadt, befindet.
Vornehme Kleidung ist hier allerdings Pflicht, in
Jeans wird man hier nicht eingelassen. Das Erdgeschoß
des Gebäudes sieht aus wie eine reine Kunstgalerie,
zwischen den Gebäuden des Centers findet man
weitere beeindruckende Plastiken der Art-Deco-Periode.
Der Platz vor dem GE-Building wird im Winter in eine
kleine Schlittschuhbahn verwandelt, die schon in vielen
Filmen zu sehen war.
|
| |
|
| |
| |
St. Patrick:
|
| |
|
 Direkt
gegenüber vom Rockefeller Center befindet
sich die zweite, große Kathedrale
New York, St. Patrick. Sie ist umgeben von einigen
modernen Wolkenkratzern, die einen merkwürdigen
Kontrast zur gotischen Architektur der Kathedrale
bilden. Dies sollte jedoch nicht darüber
hinwegtäuschen, daß auch St. Patrick eine
relativ neue Kirche ist, die eben nur im gotischen
Stil gestaltet wurde (= Neugotik). Die Planungen
für das Bauwerk wurden 1853 begonnen, der
Architekt war James Renwick. Das Westwerk mit
seinen kräftigen beiden Türmen ist äußerlich
dem des Kölner Doms recht ähnlich.
|
| |
|
 Das Innere
von St. Patrick ist ziemlich typisch für die
Innenraumgestaltung neogotischer Kirchen in Amerika:
Groß, weit, ein wenig kühl. Doch es gibt
auch sehr reizvolle Details, wie z.B. das abgebildete
Taufbecken. Die Abdeckung des Beckens schwebt hier
über dem Taufbecken und ist ein herrliches
Beispiel für die schwebende Gestaltung von
Innenarchitektur, wie sie für die Gotik
typsich ist (vgl. Sedlmayr).
In St. Patrick hat man mich übrigens sehr
nachdrücklich aufgefordert, nicht mit Stativ
zu fotografieren. Jedoch nicht, wie ich erwartet
hatte, wegen der Rechte an den qualitativ hochwertigen
Bildern, sondern aus Versicherungsgründen. Es
könnte ja jemand über das Stativ stolpern
und die Kirche (und nicht etwa mich) verklagen...
|
| |
| |
|
| |
| |
Empire State Building:
|
| |
|
  Wohl das
schönste Hochhaus in New York ist das Empire
State Building. Es gehört zur älteren
Generation von Hochhäusern in New York
(Bauzeit 1930 bis 1931) und war bis 1972 das
höchste Gebäude der Welt. Abends ist
es bunt erleuchtet, zu besonderen Feiertagen
erstrahlt es in ebenso besonderen Farben. Früher
konnten Zeppeline direkt oben an der Spitze andocken,
seit 1950 trägt es eine 67m hohe Fernsehantenne.
Übrigens spielt auch die Filmszene von King Kong
auf dem Wolkenkratzer (Filmversion von 1933) auf dem
Empire State Building. Auf jeden Fall sollte man
auf das Empire State Building hinauffahren. Von dort
hat man den schönsten Blick über die Südspitze
von Manhatten. Das Gebäude ist auch abends geöffnet,
so däß sich hier ein wundervoller Blick
über die nächtliche Skyline von New York
bietet.
|
| |
| |
|
| |
| |
World Trade Center:
|
| |
|
   Die Bilder
an dieser Stelle sind, obwohl erst 1999 aufgenommen,
schon historisch. Am 11. September 2001 wurde das
World Trade Center durch einen Terroranschlag
vollständig zerstört, mehere tausend
Menschen wurden dabei getötet. Ich habe
das World Trade Center als einen der schönsten
Plätze New Yorks in Erinnerung. Zwischen den
Gebäuden saßen Touristen und Angestellte
zusammen an dem wundervollen Brunnen, eine Oase der
Ruhe inmitten der hektischen Geschäftswelt.
Und ein Komplex von architektonischer und gestalterischer
Qualität. Es ist unendlich traurig, was der
Starrsinn mancher Menschen alles zerstören kann...
|
| |
|
| |
| |
Brooklyn:
|
| |
|
  Um dem
hektischen Treiben in Manhattan zu entkommen, bietet
es sich an, einmal über die Brooklyn-Bridge
zu spazieren. Die Brücke ist imposant, zumal
man als Fußgänger den besten Blick hat,
der Autoverkehr wird unter dem Fußweg geführt.
Erreicht man die andere Seite, so stellt man sofort den
Unterschied fest: Keine riesigen Wolkenkratzer.
Rechts (also südlich der Brücke) liegt ein
Viertel aus schönen, geräumigen Häusern,
Bäume säumen die Straßen und ein kleiner
Spaziergang am Ufer entlang bietet einen wundervollen
Blick auf die Hochhäuser Manhattans. Inmitten der
Backsteinhäuser ein hübsches Cafe mit einer
netten Mischung aus orientalischer, italienischer und
amerikanischer Küche: The Bedouin Tent, 47 Hicks
Street.
|
| |
| |
|
| |
| |
Central Park:
|
| |
|
  Befindet
man sich nicht gerade im Südzipfel Manhattans,
so ist der Centralpark immer nur einen Katzensprung
entfernt, um ein wenig auszuruhen. Bei Sonnenschein
schnell noch ein wenig Sushi aus einem der Supermärkte
besorgt und schon gibt es ein prima Essen im Freien.
Der Centralpark ist jedoch auch eine Sehenswürdigkeit
an sich. Viele schöne Denkmäler und Monumente,
im Südwestzipfel ein Restaurant mit zu Kunstwerken
umgestalteten Bäumen und Büschen, ein
kleines Zierschlößchen, angelehnt an die
Shakespeare-Zeit, sind nur einige der Highlights.
 In
der Mitte des Parks befindet sich ein riesiges,
kreisrundes Wasserbecken, ursprünglich als
Löschwasservorrat gedacht. Drumherum laufen die
Jogger an sonnigen Tagen, und das offenbar oftmals so
gedrängt, daß Schilder die Laufrichtung
vorschreiben. In den mit Asphalt und Gehwegplatten
gestalteten Zonen im Süden des Parks zeigen
oftmals einige Rollerblader ihre akrobatischen Künste.
Als letzter kultureller Höhepunkt des Parks
sei hier noch das Metropolitan Museum of Art erwähnt,
das mit seinem interesannten Äußeren mit
moderner und alter Architektur den Park ziert.
|
| |
| |
|
| |
| |
Staten Island Ferry:
|
| |
|
 Direkt
von den Südspitze Manhattans fahren einige
Fähren zu den umliegenden Inseln. Von hier aus
kann man (wie tausend andere Touristen) die Freiheitsstatue
ansteuern, das sollte man aber nur mit der ersten
Fähre morgens machen, sonst wird es supervoll.
Lieber sollte man die Staten Island Ferry besteigen,
die Überfahrt ist billig (mittlerweile kostenlos). Die Insel
selbst ist nicht spektakulär, so daß man
gleich an Bord bleiben kann, um wieder zurückzufahren.
Die Fahrt macht man nälich nur wegen der Atmosphäre
an Bord und dem sagenhaften Blick auf die Skyline von
Manhatten. Einfach hinsetzen und genießen.
|
| |
| |
|
| |
| |
Verweise:
|
| |
|
Kerstin Rieke
hat einige schöne Tips für New-York-Urlauber
auf ihrer Website.
Einige hübsche Bilder von St. Patricks Cathedral
gibt es bei Randall van der Woning.
Weitere Erläuterungen zum Einfluß mittelalterlicher
Architektur in New York gibt das " Mediaeval New York Project"
von Paul Halsall an der Fordham University.
|
|
| |
| |
Literatur:
|
| |
|
Judith
Dupré: Wolkenkratzer. Könemann Verlagsgesellschaft.
ISBN: 3-89508-294-5.
|
|
| |
| |
Anregungen,
Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.
|
|