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Waipio Valley ist eine schöne Enklave im Norden von
Big Island. Eine Straße windet sich den Berghang
hinunter in ein grünes Tal, das von einem Flüß
durchströmt wird, der sich an einem schwarzen Strand
ins Meer ergießt. Links und rechts wird der Strand
von kleinen Wasserfällen gesäumt, die direkt von
der Steilwandkante bis hinunter an den Strand stürzen.
Was will man mehr?
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Fährt man
nördlich vom Mauna Kea entlang, so gelangt man
an der Ortschaft Honokaa an eine Abzweigung, die
geradlinig an die Küste zum Waipio Valley führt.
Die normal befahrbare Straße endet an einem
Aussichtspunkt, von dem man einen weiten Ausblick über
das Tal hat, das eine Enklave zwischen den hohen
Steilhängen bildet. Eine steile Straße
windet sich hinunter in das Tal, sie sollte jedoch nur mit
allradgetriebenen Fahrzeugen befahren werden. Die
Hawaiianer fahren gerne mit ihren Pickups hinunter an
den Strand, bei gutem Wetter rauscht ein gutes Dutzend
dieser Monsterautos an einem vorbei, während man
zu Fuß die Wanderung ins Tal unternimmt.
Unten gelangt man zunächst in einen dichten Urwald,
in dem sich außer den obligatorischen Bananenpflanzen
auch einige niedrige Laubbäume angesiedelt haben.
Auf deren Ästen haben sich wiederum diverse parasitäre
Pflanzen breit gemacht. Und hin und wieder weist ein
Autowrack im Dickicht darauf hin, daß die Straße
hier herunter nur mit Vorsicht befahren werden sollte.
Hier unten im schönen Tal wohnen nur sehr wenige
Menschen, nachdem 1946 eine Tsunami-Flutwelle über
das Tal hinwegrollte und einige der Bewohner mit sich riß.
Das war in früheren Zeiten jedoch deutlich anders, da
sich hier einst das politische Zentrum Hawaiis befand und
mehrere 10000 Menschen hier gewohnt haben sollen.
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Der dichte
Regenwald weicht an der Küste einem lichten Nadelwald,
welcher jedoch nur einen dünnen Streifen bildet,
der nach wenigen Metern am Strand endet. Der Strand selbst
besteht aus dunklem, feinem Lavasand, gesäumt von
großen, vom Wasser bereits rundgeschliffenen
Steinen. Baden kann man hier prima, wobei der Sog der
Wellen recht stark ist und man Gefahr läuft, sich
an den Steinen im Wasser zu stossen. Wer genau hinschaut,
kann im nassen Sand winzige Krebse entdecken, die sich
bei Annäherung einer Welle blitzschnell in ihren
Erdlöchern verkriechen, um nicht weggespült
zu werden. Der Ort ist eine
wahre Idylle, die von den Hawaiianern gerne zum Familienausflug
genutzt wird. Merkwürdig muten die fröhlichen,
ausgelassenen Menschen schon an, wenn sie sich direkt auf
der Ladefläche ihres Pickups sonnen... Der Fußweg
zurück ist sehr anstrengend, bei glühender Hitze
ist die starke Steigung doppelt schwer. Wir waren jedoch
in Superstimmung, nachdem wir das Angebot von Hawaiianern,
uns auf der Ladefläche ihres Pickups mitzunehmen,
dankend angenommen hatten.
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Verweise:
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Auf
Ingrids Welt gibt
es viele ausführliche Tips und Reisebeschreibungen
zu Big Island und den anderen Inseln.
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Anregungen,
Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.
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