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Der Mauna Kea ist der König der Vulkane auf
Hawaii. Er ist 4205 Meter hoch, ist vulkanisch
inaktiv und daher der ideale Standort für
astronomische Teleskope. Hawaii ist weit abgeschieden
von den Einflüssen der Zivilisation, klare,
kalte Luft und die Lage über den Wolken
bieten freie Sicht auf den Sternenhimmel. Kein Wunder,
daß hier die bedeutendsten Sternenteleskope
der Erde ihren Platz gefunden haben.
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Über die
Saddle-Road, die einzige Straßenverbindung von
Ost nach West, die durch das Inselinnere zwischen
den beiden großen Vulkanen hindurchführt,
gelangt man zur Zufahrt zum Mauna Kea. Die Saddle
Road wird oftmals als abenteuerliche Piste beschrieben
und die Autovermieter untersagen i.d.R. das Befahren
dieser Straße mit einem Mietwagen. Die Straße
ist jedoch in keiner Weise schwierig zu meistern, sie
führt in weiten Bögen durch die Landschaft
(enge Serpentinen gibt es auf Hawaii nicht, da die
Berge hier Schildvulkane sind, also keine steilen Flanken
haben), besitzt ein paar Schlaglöcher, setzt aber
wirklich keinen Geländewagen voraus. Vielleicht
war das früher einmal anders, das einzige Problem,
das noch existiert, ist der nicht vorhandene Versicherungsschutz
von Mietwagen (schließlich gibt es ja keine Erlaubnis
des Vermieters, hier zu fahren). Wo es keine Probleme
gibt, findet sich schon jemand, der schnell welche
herbeizaubert...
Eine unbeschilderte
Abfahrt zweigt von der Saddle Road zum Mauna Kea hin ab.
Diese führt in leichter, stetiger Steigung an der
Flanke des Berges hinauf, die Umgebung hier ist in
das einheitliche Braun der Lava hier getaucht. Im Laufe der
Zeit bemerkt man doch den langsam bewältigten
Höhenunterschied, der Weg führt zunächst bis
zum Basiscamp der Astronomen auf 2760 Meter Höhe.
Hier gibt es ein Visitor-Center, in dem allgemeines
Wissen über die Astronomie in Bild und Ton
vermittelt wird. Weiterhin gibt es erste Beschreibungen
der Teleskope auf dem Gipfel des Berges. Die Reisenden,
die bis zum Gipfel unterwegs sind, müssen hier
eine Zwangspause einlegen, um sich zunächst einmal
an die dünne Höhenluft zu gewöhnen.
Die Straße, die weiter auf den Gipfel führt, ist eine
Sandpiste, die nur mit allradgetriebenen Fahrzeugen
befahren werden darf. Oben auf dem Gipfel sind
Teleskope von vielen verschiedenen Nationen zu sehen,
unter ihnen das Keck Observatory mit seinem
optischen Infrarot-Teleskop und seit 1996 auch
Keck 2, die sich beide zu einem Teleskop
zusammenschalten lassen. Beide haben 10m Öffnung
und einen Spiegel, der aus 36 einzelnen, sechseckigen
Teilen besteht.
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  Für
alle Reisenden ohne Allradfahrzeug bildet das
Visitor Center bereits das Ende der Straße,
doch auch dies lohnt sich als alleiniges Ziel.
Neben den Filmvorführungen, Computerdemonstrationen
und Informationstafeln gibt es abends die Gelegenheit,
durch mehrere aufgestellte Teleskope den Sternenhimmel
zu betrachten, angeleitet durch einen sachkundigen
Mitarbeiter. Bei klarem Himmel (hier befindet man sich
i.d.R. über der ersten Wolkenschicht) kann
man sogar einige Satelliten sehen, die die Erde
umkreisen. Der beste Zeitpunkt, um sich hier oben
einzufinden, ist wohl kurz vor Beginn der Dämmerung.
Dann kann man bei gutem Sonnenlicht noch eine
weitere Sensation des Visitor-Centers besichtigen,
das sehr seltene, nur auf Hawaii vorkommende Silberschwert,
eine recht merkwürdig anmutende Pflanze mit vielen
schmalen, spitzen Blättern, die agavenähnlich
aus einem Zentrum wachsen. Nach sieben Jahren
erwächst aus der Mitte ein Fruchtstiel mit Blüten,
danach stirbt die Pflanze. Hier oben werden diese
Pflanzen, die vor kurzem noch sehr stark vom Aussterben
bedroht waren, offenbar angepflanzt, so daß man nicht
nach ihnen suchen muß. Das Visitor Center liegt
übrigens ungefähr auf der Verbreitungsgrenze
der Silberschwerter, in niedrigeren Höhenlagen
gedeihen sie nicht, sie fühlen sich jedoch noch bis
in Höhen von mehr als 4000 Meter wohl. Nach dem Blick
auf die Flora bietet
sich die Gelegenheit, auf eine der kleineren Erhebungen
gegenüber zu steigen, um den Sonnenuntergang
am Mauna Kea zu genießen. Es handelt sich dabei
nicht um einen richtigen Sonnenuntergang, die Sonne
verschwindet eigentlich nur hinter der Flanke des
Berges selbst, doch ist dieses Spiel des Sonnenlichtes
an den Berghängen, nach unten begrenzt durch
die tieferliegende Wolkendecke, wirklich einmalig.
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Verweise:
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Auf
Ingrids Welt gibt
es viele ausführliche Tips und Reisebeschreibungen
zu Big Island und den anderen Inseln.
Informationen zu den Teleskopen und Observatorien gibt es
auf der Website des Institute of Astronomy der Universität Hawaii. Hier finden sich auch
Informationen über geführte Touren.
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Anregungen,
Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.
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