Modified: 06.04.2003

Die größte Siedlung auf der Westseite von Big Island ist Kailua Kona. Wegen des guten Wetters auf der Westseite der Insel ist Kona das Touristenzentrum der Insel. Diese Qualitäten wußte offenbar auch die Königsfamilie zu schätzen, die hier ihren Sommerpalast baute.

 

 
 
Sehenswürdigkeiten:
 

Natürlich hat Hawaii keine großen, historischen Monumentalbauten wie z.B. die europäischen Kirchen des Mittelalters aufzuweisen. Die Kulturschätze Hawaiis sind eher unscheinbarer Natur. In Kona findet man z.B. eine beachtliche Ansammlung von Kirchen, von denen die Mokuaikaua Church vielleicht die bemerkenswerteste ist. Sie wurde 1836 erbaut und besteht fast vollständig aus dunklem Lavagestein. Der Turm mit seinen 33m Höhe diente den Seefahrern früherer Zeiten als wichtige Landmarke. Direkt gegenüber der Kirche befindet sich der Sommerpalast der hawaiianischen Königsfamilie, der Hulihee Palace. Es handelt sich dabei um ein eher unscheinbares, zweistöckiges Haus, das 1838 vom Gouverneur der Insel, John Adams Kuakini, erbaut wurde. Das Innere des Hauses zeigt die alten Stilmöbel, mit denen der König das Haus ausstattete.

 

Nördlich des Palastes gibt es eine Bucht, an deren entferntestem Ende es einen wieder errichteten Heiau gibt, eine polynesische Kultstätte. Die Hütten der Anlage sind erhöht auf einer Plattform aus Lavabrocken errichtet, so daß sie diese Seite der Bucht malerisch beherrschen. Direkt nebenan liegt der Kamakahonu Beach, eine der wenigen Bademöglichkeiten hier. Von hier startet übrigens der alljährliche Ironman-Triathlon, die Athleten beginnen mit einem Sprung in Wasser vom Kailua Pier. Sehenswert soll auch noch die Hawaiiana-Sammlung in der Lobby des King Kamehameha Hotels sein.

 

 
 
Krebse:
 

Kona ist nicht nur der Ort mit den meisten Einwohnern auf Big Island, sondern beherbergt offensichtlich auch tausende von Krebsen, die an manchen Stelle zu Hunderten auf dem Lavagestein direkt an der Wassergrenze sitzen. Ein solcher Sammelpunkt scheint der kleine Damm an der Kailua Bay, dicht am Hulihee Palace, zu sein. Nähert man sich den Krebsen, so weichen sie immer nur ein Stück zurück, sodaß sie offenbar einen festen Sicherheitsabstand einhalten. Bei Hunderten von Krebsen kommt das einer kleinen Massenbewegung gleich, und die Fortbewegungsart der Krebse macht dies zu einem seltsam anmutenden Schauspiel.

 

Die Krebse auf Hawaii sind im Verhältnis zu den Krebsarten z.B. der Nordsee deutlich agiler. Sie bewegen sich sehr flink, sie rennen und wenn sie es eilig haben, springen sie sogar von Stein zu Stein über Distanzen von bis zu 20cm. Außerdem bewegen sich die Krebse sehr geschmeidig in der Vertikalen an Bäumen und Steinen hoch. Sie bevölkern jede steinige Uferregion, selbst am dünnen Strandstreifen hinter dem Kona Inn Shopping Village (einem wirklich hübschen Einkaufszentrum) findet man sie in Mengen.

 

 
 
Strand und Stein:
 

Weiter südlich im Stadtzentrum gibt es noch der kleine Hale Halawai Park direkt am Meer. Etwas ungewohnt für Besucher aus nördlichen Gegenden der Welt sind jedenfalls die Gefahrenschilder, die vor fallenden Kokosnüssen warnen. Der Strand hier ist auf Grund der Lavasteine nicht sonderlich zum Baden geeignet.Überhaupt gibt es auf Big Island recht wenig Sandstrand. Dafür gibt es überall ein schön blaues Meer, das malerisch über das schwarze Lavagestein brandet. Hier in Kona gibt es auch eine Stelle, an der der Basalt die Gestalt von sechseckigen, kleine Säulen angenommen hat. Diese sind allerdings nicht so ausgeprägt geometrisch wie die des Giants Causeway in Nordirland.

 

 
 
Verweise:
 

Auf  Ingrids Welt gibt es viele ausführliche Tips und Reisebeschreibungen zu  Big Island und den  anderen Inseln.


 
 
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