Modified: 06.04.2003

Honolulu ist die Hauptstadt von Hawaii, die einzige wirkliche Metropole, von Touristen bevölkert und sehr asiatisch. Hier gibt es den International Market, der alle Sorten von Souvenirs anbietet, jedoch auch eine wirklich internationale Sammlung von Restaurants beherbergt, das alte, rosafarbige Luxus-Hotel Royal Hawaiian, dutzende von Hula-Vorführungen, eine Unmenge an Wolkenkratzern direkt am Strand und hunderte von surfenden, schwimmenden und sonnenden Menschen. Doch die Insel Oahu hat einiges mehr zu bieten, als nur Großstadtflair und Massentourismus.

 

 
 
Waikiki Beach:
 

Alle Welt kennt die Namen Honolulu und Waikiki. War Honolulu in den 50er Jahren noch das exotische Ferienparadies der Schönen und Reichen, so ist es mittlerweile Ziel für jedermann, auf Grund seiner Lage insbesondere für Touristen aus Kalifornien und Japan. Durch den Bau von Dutzenden von Hoteltürmen direkt am Strand gibt es massenweise Übernachtungsplätze, allerdings ist der Anblick mancher dieser Betonburgen kein Highlight eines Honolulu-Aufenthalts. Besucher aus Japan scheint dies nicht zu stören, Honolulu macht einen sehr östlichen Eindruck und mittlerweile ist hier vieles fest in asiatischer Hand, selbst Maklerschilder an Grundstücken sind z.T. nur in Japanisch geschrieben, ein etwas ungewohnter Anblick für eine US-Stadt. Ein auffälliges Gebäude zwischen all diesen Wolkenkratzern ist das Royal Hawaiian Hotel, sowohl wegen seiner Bauweise (es ist großteils nur zweigeschossig und im maurischen Stil gehalten) als auch wegen seiner rosanen Farbe. Es ist das älteste Luxushotel am Platze und bewahrt auch im Inneren noch alte Kolonialzeiten.

 

Dicht am Royal Hawaiian befindet sich der International Market Place. In dieser Einkaufsmeile gibt es alles zu kaufen, was das Touristenherz begehrt. Zusätzlich zu allem Schund kann man jedoch auch einige Vorführungen traditionellen Handwerks (z.B. Kerzengießen) und abendliche Veranstaltungen (Hula-Shows etc) zu sehen bekommen. Wirklich sehensewert ist jedoch der rieisige Banyan-Baum, der sich im zentralen Innenhof des Markts befindet. In einem der Einkaufszentren an der Strandstraße gibt es gleich am Eingang rechts ein Geschäft, das man nur über eine Treppe betreten kann, die durch ein Aquarium führt. Von der Treppe aus kann man durch das Wasser auf die umliegenden Häuser schauen, wobei öfters ein Rochen oder ein Zitronenfisch durch das Blickfeld schwimmt.

 

Die Attraktion von Waikiki ist jedoch auf alle Fälle der Strand. Der weiße Sand wurde zum guten Teil von der Nachbarinsel Molokai importiert, ursprünglich gab es hier deutlich mehr nackte Lava zu sehen. Die Wellen, die hier an den Strand schlagen, sind ideal für Anfänger des Surfsports: Stark genug, um gut in Fahrt zu geraten, jedoch nicht hoch und mächtig, so daß man relativ ungefährdet bleibt. Viele hundert Menschen versuchen sich hier in den niedrigen, kraftvollen Wellen an diesem Vergnügen. Der Sandstreifen ist relativ schmal, es scheint jedoch niemanden zu stören, sein Sonnenbad so dicht an der Strandstraße zu nehmen. Im Hintergrund bieten die Wolkenkratzer einen merkwürdigen Kontrast zum Strandleben und den Palmen.

 

 
 
Waikiki Aquarium:
 

Im Osten von Waikiki lädt der Kaipiolani Park zur Erholung ein. Einige Bronzestatuen, viele alte Bäume und eine große Günfläche bilden die Umgebung des Honolulu Zoos. Gegenüber am Strand befindet sich das Waikiki Aquarium, in dem die tropische Meeresfauna auf den Besucher wartet. Neben einem großen Becken mit den seltenen Mönchsrobben gibt es ein Aquarium zum wortwörtlichen Begreifen der heimischen Kleintiere. Hier dürfen Seeigel, Seesterne und Einsiedlerkrebse vorsichtig in die Hand genommen werden. In den Innenaquarien ist das Haifischbecken das spektakulärste, vor dessen großen Schaufläche sich die Ruhebänke für die Besucher befinden. Mindestens genauso interessant sind wohl auch die Schlammspringer und einige weitere tropische Raritäten.

 

 
 
Downtown Honolulu:
 

Weiter im Westen befindet sich das wirtschaftliche Zentrum Honolulus. Hier stehen große Verwaltungsgebäude, HighTech-Wolkenkratzer aus Glas und Stahl, das Parlament und die in allen Reiseführern erwähnte Statue des ersten Königs von allen hawaiianischen Inseln, Kamehameha I. Von Waikiki Beach ist dieser Stadtteil einfach mit einer der vielen Buslinien zu erreichen, es gibt sogar kostenlose Trolleys, die natürlich nur vor den großen Stores von Hilo Hatties halten, um die Touristen zum Shoppen zu verleiten. Der Weg entlang der großen Hauptstraße Ala Moana Boulevard in Richtung Waikiki ist zwar gesäumt von Einkaufsmeilen und führt am Ala Moana Beach Park vorbei, ist aber auf Grund des heftigen Verkehrs nicht für einen erholsamen Spaziergang geeignet.

 

 
 
Diamond Head Crater:
 

Östlich von Waikiki Beach, noch hinter dem Kapiolani Park, befindet sich einer der drei großen Vulkankrater, die sich um Honululu gruppieren, der Diamond Head Crater. Diamanten gab es hier noch nie, eine Besteigung des Kraterrands lohnt sich jedoch trotzdem wegen des wundervollen Ausblicks über die Stadt. In den meisten Reiseführern wird der Aufstieg als recht abenteuerlich beschrieben, außer der Tatsache, daß etwas Kondition dabei nicht schadet und eine Taschenlampe wirklich ein recht nützliches Utensil dabei darstellt, gibt es jedoch keine großen Hindernisse. Im Gegenteil: Ein Tunnel führt durch die Kraterwand in das Innere des Kraters, sogar eine Buslinie fährt dort hindurch, und drinnen gibt es einen großen Besucherparkplatz und eine Kasse. Der Eintritt ist jedoch gering, man erhält einen Zettel mit Wegbeschreibung und Lagekarte, kann sich noch mit Getränken eindecken und los geht's.

 

Einige hundert Touristen machen täglich den Aufstieg, ganze Sportgruppen laufen dort hinauf und selbst Japanerinnen mit SEHR hohen, dünnen Absätzen schaffen die Gipfelbesteigung (das ist allerdings nicht gerade empfehlenswert). Der Weg führt zunächst über ein asphaltiertes Stück an die Felswand heran, steigt dann als Sandweg in Serpentinen an und geht schließlich durch zwei unbeleuchtete Tunnel, die von den Militärs konstruiert wurden, die dort oben eine Stellung eingerichtet hatten. Direkt am Anfang des Weges kann man mit etwas Glück einige hübsche Vögel bewundern, interessant ist auch die karge Vegetation, die mit zunehmender Höhe immer spärlicher wird.

 

 
 
Oahus Regenwald:
 

Einige Unternehmen bieten Tagesausflüge in den Regenwald im Inneren der Insel an. Mit einem Bus fährt man in Serpentinen die Berghänge hinauf, wobei man immer schönere Ausblicke auf Honolulu erhaschen kann. Recht unvermittelt beginnt hier der Regenwald und ein guter Führer kennt nicht nur die Pflanzen und eßbaren Früchte, sondern kann auch die Fährten der Waldbewohner lesen. Außer einigen Verkostungen der Früchte kann man hier lernen, welche Eigenschaften der Pflanzen den polynesischen Besiedlern Hawaiis das Überleben sicherten. So bekamen wir z.B. gezeigt, wie man eine Art Seil herstellt, womit am einfachsten Feuer gemacht werden kann und welche Pflanzen extra von den Polynesiern auf die Inseln mitgebracht wurden. Ein schöner Ausblick direkt aus dem Wald auf das weit unten liegende Honolulu bildet eine ebenso nette Erfahrung auf dieser Fahrt.

 

 
 
Verweise:
 

Auf  Ingrids Welt gibt es viele ausführliche Tips und Reisebeschreibungen zu  Oahu und den  anderen Inseln.

Die  Hawaiian Rainforest Foundation bietet Führungen in und durch den Regenwald an.


 
 
 Anregungen, Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.