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Einer der besten Plätze, um einen Einblick in die
alte hawaiianische Kultur zu bekommen, ist Pu'uhonua o Honaunau.
Und einer der schönsten Plätze Hawaiis ist es
auch. Eine große Mauer, erbaut ca. 1550 n.Chr. trennt
die königlichen Bezirk vom heiligen Zufluchtsort.
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Königlicher Bezirk:
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Die Honaunau Bay
ist eine wirklich bildhübsche Bucht, die offensichtlich
den Schildkröten als Erholungsort dient. Wohl nur
hier hat man die Gelegenheit, die Schildkröten
einmal an Land liegen zu sehen. Die Bucht
bot den frühen Hawaiianern zwei wichtige Lebensgrundlagen,
sowohl einen geschützten Landeplatz für die Kanus,
als auch natürliche Trinkwasservorräte.
Daher wurde sie von den ali'i, den Häuptlingen,
in Besitz genommen. Es wurde hier kein repräsentativer
Palast errichtet, sondern viel mehr eine kleinere Anzahl
einzelner Hütten. Einige solcher Hütten sind
hier wieder errichtet worden. Sie dienen den Besuchern als
Sonnenschutz und werden für Museumsaktivitäten
wie z.B. Vorführungen genutzt.
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 Einmal im
Jahr findet hier ein großes Kulturfestival
statt, bei dem Einheimische überall auf dem
Gelände alte handwerkliche Traditionen sowie
exotische Früchte und deren Zubereitung
vorführen. Überall bekommt man etwas
angeboten, so kann man z.B. verschiedene Sorten von
Süßkartoffeln (eine davon ist vollkommen
violett!), marinierten Fisch, frisches Zuckerrohr
oder den traditionellen Kokospudding probieren.
Die Stäbe auf dem einen Bild sind mit einfachen
Kerbzeichnungen versehen. In Farbe getaucht kann man
sie z.B. um den Oberarm abrollen, so daß sie ein
geometrisches Tattoo hinterlassen. Die beiden Frauen
auf dem anderen Bild führen die Verarbeitung von
Kukui-Nüssen vor. Die hochwertigen Nüsse werden
geröstet zu einem würzigen Nahrungsmittel mit
belebender (und in größeren Mengen
abführender) Wirkung, die minderwertigen Nüsse
sind immerhin so ölhaltig, daß man eine
Art Kerzen aus ihnen herstellen kann.
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Zufluchtsort:
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Bis etwa 1820 herrschte
auf Hawaii das sog. Kapu-System. Dies ist der
Name für die Verhaltensregeln, die das menschliche Miteinander
bestimmten. Diese Regeln waren stark geprägt von religiösen
Motiven, so besagten sie, daß Frauen nicht das Essen der
Männer zubereiten durften. Weitere Regeln verboten, in den
Fußspuren des Häuptlings zu gehen oder den eigenen
Schatten auf den Palastboden fallen zu lassen. Sie regelten
jedoch auch das tägliche Leben, wie z.B. die Jagdzeiten.
Jeder Verstoß gegen ein Kapu wurde mit dem Tode bestraft,
da andernfalls die Götter erzürnt wären und
mit Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder Flutwellen reagieren
würden. Bricht jemand ein Kapu, so kann er jedoch versuchen,
schwimmend zum Pu'uhonua zu gelangen. Dies ist der heilige
Bezirk der Zuflucht, der durch eine hohe Mauer vom Palastbezirk
abgetrennt wurde. Hier konnte ein Priester eine Absolutionszeremonie
durchführen, und der Kapubrecher konnte daraufhin sicher
nach Hause zurückkehren. Ebenso war Pu'uhonua ein
Zufluchtsort in Kriegszeiten, sowohl für desertierte Krieger,
als auch für jene, die zu alt oder zu jung zum Kämpfen
waren.
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Die
ursprünglichen Haupttempel sind verschwunden,
nur die Plattform aus Lavagestein, die als Sockel für
die Tempel diente, steht noch. Es wurde jedoch eine Rekonstruktion
eines alten Tempels im heiligen Bezirk aufgestellt.
Dieser wird von einigen ki'i bewacht, hölzernen
Verkörperungen des Geists der Ahnen, die
auf dem zweiten Bild zu sehen sind. Der ursprüngliche
Tempel soll die Gebeine von 23 Häuptlingen beherbergt
haben, was ihm eine große Heiligkeit verlieh.
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Verweise:
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Auf
Ingrids Welt gibt
es viele ausführliche Tips und Reisebeschreibungen
zu Big Island und den anderen Inseln.
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Anregungen,
Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.
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