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Landmannalaugar ist eine der vulkanischen Attraktionen
Islands. Hier gibt es ein großes Spektrum aller
Erscheinungsformen von Vulkanismus, von Lavafeldern
über Solfataren bis hin zu einem warmen Fluß.
Sehr sehenswert, aber auch schon sehr gut von Touristen
besucht.
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Der Name
Landmannalaugar bedeutet "die warmen
Quellen der Landmänner" und beschreibt auch
schon eine der Attraktionen des Ortes. Es gibt hier
einen kleinen Fluß, der durch das Lavafeld
fließt und von der Lava so stark erhitzt wird,
daß das Wasser dampfend durch die Landschaft
strömt. Der Fluß vereinigt sich in ein einem
kleinen Becken mit einem kalten Gebirgsbach, ein wundervolle
natürliche Badegelegenheit. Je weiter man sich von
der Mündung des heißen Baches entfernt,
desto kälter wird es, so daß man seine ideale
Badetemperatur wählen kann. Das Wasserbecken ist
etwa fünfzig Meter vom Campingplatz entfernt und bei
einem Bad am frühen Morgen hat man dieses Wunder
oft ganz für sich. Der Campingplatz selbst ist für
isländische Verhältnisse recht gut besucht, da
auch die Touristikunternehmen dieses Ziel mit Reisebussen
anlaufen. Nachmittags werden ganze Zeltburgen aus den Bussen
ausgeladen, die dann gleich am nächsten Morgen wieder
verschwinden. Mit ein wenig Glück kann man den
Platz mit seiner schönen Umgebung bei gemischtem
Wetter sehen, wenn dunkle Wolken die strahlende Sonne
oft verschatten und sich bei dem entstehenden Zwielicht
hin und wieder ein Regenbogen zeigt.
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Landmannalaugar hat
außer der warmen Quelle noch weitere Sehenswürdigkeiten
zu bieten, liegt es doch schließlich inmitten des
großen Naturschutzgebietes an einer der interessantesten
Stellen. So bestehen einige der Berge hier
aus Rhyolith, einem Gestein, das eine sehr
vielfältige Färbung hat. Rot, orange und gelb mischt
sich hier mit dem grau und schwarz der Lava. Die Isländer
sprechen völlig zu recht auch von bunten Bergen. Über
dem Zeltplatz thront die Brennisteinsalda, ein Berg, aus dem
sich ein Lavastrom ins Tal ergossen hat.
Es lohnt sich, dem markierten Pfad zu folgen,
der auf diesen Berg hinaufführt. Er folgt zunächst
einem Fluß, führt dann quer durch das Lavafeld
selbst und dann steil hinauf auf den Berg. In diesem Lavafeld
kann man sehr schön die verschiedenen Erscheinungsformen
von Lava vergleichen. Neben der gewöhnlichen, porösen,
grauen Lava gibt es auch Obsidian, ein glasähnliches
Material, dessen glatte, scharfkantige und tiefschwarze
Abbruchkanten hier an einigen Stellen zu Tage treten.
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  Von oben auf dem
Berg kann man wundervoll beobachten, wie der Lavastrom zwischen
den Bergen seinen Weg gefunden hat bis hinunter ins Tal. Auf
halber Höhe gibt es Solfataren,
Schwefeldämpfe treten aus Öffnungen im Boden aus,
Schefel schlägt sich an den Steinen nieder und färbt
die Erde grün-gelb. An den Steinen bilden sich bizarre
und glitzernde Schwefelkristalle, die einen Blick aus nächster
Nähe wert sind. Interessant ist auch die Vielfalt
der Pflanzenwelt, die sich in dieser Landschaft mit so
unterschiedlichen Lebensbedingungen entfaltet. Die Bandbreite
reicht von Pilzen im feuchten Schwefeldampf bis hin zu
Steingartengewächsen mit wundervollen Blüten, die
in kleinen, windgeschützten Nischen im Lavagestein
versteckt wachsen.
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Literatur:
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Geologie von Island. Gesteine und Landschaften. Þorleifur
Einarsson. Verlag Mál og menning, Reykjavík,
1994. ISBN: 9979-3-0690-4.
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Links:
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Einen Reisebericht einer Radwanderung von 1998
gibt es bei den Reiseberichten dieser Website.
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Anregungen,
Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.
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